Neujahrsempfang am 14.01.2009

Wieder ein erfolgreicher Jahresauftakt in Holzminden

Gruppenfoto

v.l. StFw Jörg Grün, HptFw Ralf Bremer, MdB Hans-Peter Thul, OTL Dietmar Krüger, MdB Gabriele Lösekrug-Möller, OTL Jörg See, HptFw Mike Kobisch, BgM Jürgen Daul

Es ist schon zur guten Tradition geworden, sich zum Neujahrsempfang der selbstständigen Truppenkameradschaft des Deutschen Bundeswehrverband (DBwV) in Holzminden ein Stelldichein zu geben.

Der neue Vorsitzende Herr Hauptfeldwebel Mike Kobisch hat nicht nur Mitglieder des Deutschen Bundeswehrverband aus der Region zum Neujahrsempfang, sondern auch Vertreter von Wirtschaft, Politik und Verwaltung geladen. Nach der Vorstellung des neuen Vorsitzenden, der vor wenigen Monaten das Amt als Interessenvertreter der Soldaten und Ihrer Angehöriger von Herrn Oberstabsfeldwebel Manfred Schüttler übernommen hat, sprach Bürgermeister Daul zu den ca. 100 Gästen. Er ging insbesondere auf die besondere Situation der Soldaten und ihren entbehrungsreichen Beruf ein. Er sprach als gut informierter Kenner von der Notwendigkeit der weiter Modernisierung der Kaserne und der nachhaltigen Sicherung des Bundeswehrstandort Holzminden,  als einen der wichtigsten Arbeitgeber der Region und fester Bestandteil im Leben vieler Holzmindener.Als Hauptredner der Veranstaltung trat dann Herr Oberstleutnant Krüger vor das Publikum. Als Verantwortlicher für die Angelegenheiten der Heeressoldaten im Bundeswehrverband, sprach Oberstleutnant Krüger von der aktuellen Herausforderungen und den immens wichtigen Errungenschaften, die der DBwV für Soldaten und ihre Familien erreicht hat. Das im letzten Jahr  einkraftgetretene  Einsatzweiterverwendungsgesetz ist eine lange überfällige und sehnlich erwartete soziale Absicherung für Soldaten. Nunmehr besteht der Rechtsanspruch auf eine Weiterbeschäftigung nach einer Verwundung / Verletzung im Einsatz, insbesondere wenn der/die Kameradin einen bleiben körperlichen oder seelischen Schaden erlitten haben. Dieser Aspekt des Soldatenberufs war auch in den späteren Gesprächen ein häufig aufgenommenes Gesprächsthema. Einhellig war zu vernehmen, dass es endlich Zeit wurde, deutschen Soldaten und Beamten nach einer aus einem Einsatz rührenden Dienstunfähigkeit die Möglichkeit zu geben, weiter in den Streitkräften beschäftigt zu bleiben.Ein Soldat drücke es so aus: „Früher hat man als Dank für seinen Einsatz im Ausland nach dem Verlust eines Beins oder Arm auch noch die Kündigung bekommen! Endlich weiß ich meine Familie und mich gut abgesichert, falls im Einsatz etwas passieren sollte.“
Weiterhin sprach Herr Oberstleutnant Krüger über die Änderungen im Dienstrechtsneuordnungsgesetz, was u.a. anstatt eines Weihnachtsgelds eine monatliche monetäre Zuwendung bedeutet. Ein weiteres Thema war der deutlich verbesserte Rechtsschutz für Soldaten im Einsatz. Es bleibt zu betonen, dass der Deutsche Bunderwehrverband als Interessenvertretung aller Soldaten schon viel für alle Soldaten, nicht nur Mitglieder erreicht hat, aber es noch viel zu tun gibt.Als weitere Rednerin sprach die Bundestagsabgeordnete Frau Lösekrug-Möller zu den Anwesenden. Sie berichtete über Ihre Erfahrungen im vergangen Jahr bei einem Trupp

enbesuch der Soldaten in Afghanistan. Sie machte sich stark für eine Fortführung der Modernisierung der Bundeswehr und insbesondere zählt für Sie dazu eine Grundsanierung der Medem-Kaserne in Holzminden. Das gute Miteinander und Füreinander der Holzminderer Bevölkerung mit „ihrer Bundeswehr“ gilt es zu bewahren und zu festigen.
Als Abschlussredner sprach der Kommandeur des Panzerpionierbataillon 1 , Herr Oberstleutnant Jörg See. Er versprach für die Soldaten ein intensives und von neuen Herausforderungen geprägtes Jahr 2009. „Die Umgliederung ist abgeschlossen, jetzt heißt es zusammen Üben und den aktuellen Erfordernissen des Einsatzes gerecht werden.“

Noch lange nach den Vorträgen standen die Gäste zusammen, sprachen über das Gehörte und nutzten die Gelegenheit, in lockerer Runde ein Ereignisreiches Jahr 2008 Revue passieren zu lassen und sich auf ein vielversprechendes Jahr 2009 einzustimmen.

Quelle: Mike Kobisch und Sebastian von Behren


Neujahrempfang am 13.01.2010

 

Gruppenfoto

v.l. BgM Holzminden Jürgen Daul, OStFw Manfred Bues,Major Lars-Peter Flemming, HptFw Mike Kobisch, MdB Gabriele Lösekrug-Möller, stv.Landesvorsitzender LV Nord OTL Andreas Brandes,

Innenminister Nierdersachsen Uwe Schünemann, stv. Landrätin Kreis Höxter Carola Brecker,Landrat Kreis Holzminden Walter Waske.

OTL Brandes und Innenminister Schünemann

v.l. stv.Landesvorsitzender LV Nord OTL Andreas Brandes, Innenminister Nierdersachsen Uwe Schünemann.

Erneut ein gelungener Jahresauftakt in Holzminden

Alljährlich lädt die selbstständige Truppenkameradschaft „Medem-Kaserne“ zu ihrem inzwischen schon  traditionellen Neujahrsempfang ein. Hauptfeldwebel Mike Kobisch, Vorsitzender der Kameradschaft, begrüßte über 100 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Verbänden und Bundeswehr in den Räumen der gemeinsamen Heimbetriebsgesellschaft (GHG). Namentlich hieß er den niedersächsischen Innenminister, Uwe Schünemann, Frau Gabriele Lösekrug-Möller, MdB, Holzmindens Bürgermeister Jürgen Daul, Landrat Walter Waske sowie Oberstleutnant Andreas Brandes, stv. Landesvorsitzender Nord, willkommen.

Schünemann, er leistete seinen Grundwehrdienst im Pionierbataillon 1 ab, bewertete die Bundeswehr als einen erfolgreichen Exporteur von Sicherheit durch ihre Einsätze weltweit. Sie sei jedoch an ihrer Belastungsgrenze angekommen. Er forderte mehr Rückendeckung für die Arbeit und den Mut der Soldaten in der Bevölkerung. „Die Soldaten verteidigen unsere Interessen und Werte. Sicherheit und Freiheit gibt es nicht zum Nulltarif“.

Daul stellte in seinem kurzen Grußwort heraus, dass, durch die Bombardierung der Tanklaster ausgelöste Diskussion,  den Menschen in der Heimat klar geworden sei, dass es sich nicht um einen bewaffneten Entwicklungshelfereinsatz handelt sondern „um eine mit Waffen ausgetragen Konfliktsituation.“ Er mahnte, bei allen Entscheidungen die besonderen Interessen der Soldaten zu berücksichtigen. Dem DBwV wünschte er bei der schwierigen Aufgabenerfüllung viel Erfolg.

In einem weiteren Grußwort zeigte sich Gabriele Lösekrug-Möller als verständnisvolle Sachverwalterin der soldatischen Interessen. Sie erhoffe sich von der Afghanistankonferenz in London eine klare Strategie der Bundesregierung mit einer Perspektive für ein Ende des Einsatzes. Auch in der Politik gelte ihre Botschaft für das Neue Jahr: „Miteinander reden und nicht übereinander, auch wenn es manchmal anders ist“.

Oberstleutnant Andreas Brandes, stv. Landesvorsitzender Nord, stellte in einem sehr engagiert vorgetragenen Referat zur aktuellen Verbandspolitik zunächst fest, dass „die Außen- und Sicherheitspolitik unseres Landes nicht nach Kassenlage durchgeführt werden darf.“ Er kritisierte in dem Zusammenhang, dass die Kanzlerin in ihrer Regierungserklärung zum Wachstumsbeschleunigungsgesetz nicht nur die Gegenfinanzierung offen lies, sondern die Bundeswehr mit nur den drei Worten erwähnte: „Weiterentwicklung der Sicherheitsstruktur“. Brandes hinterfragte, wer denn Wachstum, Steuerentlastung, Forschungsförderung und Unterstützung der Familie sichere. Die Bundeswehr trage mit ihren weltweiten Einsätzen wesentlich dazu bei. Ausführlich bewertete er die Koalitionsvereinbarungen aus Sicht des Verbandes und versicherte, dass noch nie so viel Verteidigungspolitik in einer solchen Vereinbarung festgeschrieben worden sei. Gerade das mit erster Priorität einzurichtende Traumazentrum ist Folge erfolgreicher verbandspolitischer Arbeit. Ausführlich beschrieb Brandes Ursachen und Folgen der posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS) und kritisierte scharf die völlig unzureichende fachärztliche Versorgung vor allem In Afghanistan. Die weiteren Vereinbarungen wie Maßnahmen zur Attraktivitätssteigerung, Beibehaltung der Wehrpflicht und Schaffung einer neuen Organisationsstruktur in den Streitkräften, werde der Verband kritisch und konstruktiv begleiten.

In Vertretung des Kommandeurs Panzerpionierbataillon 1, Oberstleutnant Thomas Lühring, sprach abschließend der Stellvertreter, Major Lars-Peter Flemming. Er bedankte sich bei der Truppenkameradschaft für ihr Engagement und hob die Bedeutung und Stärke der Interessenvertretung der Soldaten hervor. In einem kurzen Ausblick beschrieb er die herausfordernden Aufgaben des Bataillons. Es werde ein spannendes und arbeitsreiches Jahr werden.

Ausführliche Gespräche in lockerer Runde bei einem kleinen Imbiss schlossen einen interessanten Nachmittag ab.

Quelle: Hergen A. Hennings, Pressebeauftragter Landesverband NORD